Wildtiermanagement- Projekt


Unterstützung bei der Winterfütterung

Liebe Revierinhaber,

zur Zeit herrscht in weiten Teilen des Erzgebirges Notzeit für unser Wild.  Damit das für die Hegegemeinschaft Erzgebirge erstellte Fütterungskonzept nicht nur graue Theorie bleibt, sind die Hegegemeinschaft Erzgebirge und das Bündnis für Wald und Wild Deutschland e. V. bereit,  die Revierinhaber bei der Notzeitfütterung mit einem finanziellen Zuschuss unterstützen. Interessenten melden ihren Bedarf bitte unter 0172/7914235 an.

Notzeitfütterungskonzept für das Gebiet der Hegegemeinschaft Erzgebirge

Die Hegegemeinschaft Erzgebirge hat nunmehr das Gutachten zum Umgang mit Rotwild in der Notzeit vorgestellt. Großräumige, vorausschauende Planung und Fachkenntnis sind die Schlüsselmaßnahmen darin.

Das Rotwild gehört zum Erzgebirge – in den Hochlagen allerdings nur die Hälfte des Jahres. Im Herbst zogen seit Tausenden Jahren die Tiere in die Talauen im Norden und Süden der Hochlagen. Seit diese Wanderungen unmöglich geworden sind und der Mensch die Winterlebensräume anderweitig nutzt, ist das Rotwild gezwungen, in den Sommereinständen auszuharren. Gleichzeit ist jeder Versuch, sich dort mit Winternahrung wie Baumrinde oder Knospen zu versorgen, von den Waldbewirtschaftern unerwünscht.

„Wir Jäger sind per Gesetz verpflichtet, das Wild in Notzeiten zu versorgen und Schäden so weit wie möglich zu vermindern.“ erläutert Karsten Bergner, 2. Vorsitzender des Bündnis für Wald und Wild e. V.  „Und Notzeit herrscht überall dort, wo Rotwild gezwungen ist, in den Sommereinständen zu überwintern!“

Das Notzeitfütterungskonzept wurde von der renommierten Wildtierbiologin und Sachverständigen Dr. Christine Miller erarbeitet und am 12. November in Pobershau vorgestellt. Die Vertreterin des Naturschutzverbandes Sachsen e. V. und der GRÜNEN LIGA Sachsen e. V., Ute Straßburg und Herr Schaller vom NABU Mittleres Erzgebirge zeigten sich erfreut, dass auch natürliche Überwinterungshilfen in dem Gutachten ausführlich angesprochen werden. „Für uns ist wichtig, dass wir versuchen, so viel Naturnähe wie möglich beim Umgang mit Rotwild zu gewährleisten. Die Schaffung von wildfreundlichen Lebensräumen und der Vorschlag, Naturzonen mit Jagdruhe auf Kalamitätsflächen auszuweisen, sind für den Naturschutz insgesamt ein guter Schritt,“ so Straßburg.

Vertreter des Staatsbetriebes Sachsenforst sind der Veranstaltung leider coronabedingt ferngeblieben. Gert Neidhart von der Hegegemeinschaft Erzgebirge ist dennoch zuversichtlich, dass das Fütterungskonzept in der Hegegemeinschaft umgesetzt wird: „Wir können uns nicht vorstellen, dass gute, ausgewogene und praxisnahe Vorschläge, wie sie das Gutachten macht, in einem Staatsbetrieb abgelehnt werden. Schließlich geht es hier um einen gesetzlichen Auftrag, um effektive Schadensvermeidung und um einen artgerechten Umgang mit einer Charakterart des Erzgebirges!“

Die Hegegemeinschaft hat mittlerweile das Gutachten per einstimmigen Vorstandsbeschluss als Leitlinie für das Rotwildmanagement ihrer Mitglieder übernommen. „In den nächsten Tagen, werden wir das Gutachten und die vorgeschlagenen Schritte zur Umsetzung der Unteren Jagdbehörde und der Geschäftsführung des Staatsbetriebes Sachsenforst vorlegen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich dort einer Lösung des schon lange schwelenden Konfliktes verweigert“ gibt sich Karsten Bergner zuversichtlich.

„Erstellung eines integrierten Wildtiermanagementkonzeptes auf wildbiologischer Grundlage am Beispiel
der Hegegemeinschaft Erzgebirge“

Hier der Abschlussbericht des ersten Moduls des Forschungsprojektes der TU Dresden zum Rotwild im Gebiet der Hegegemeinschaft Erzgebirge.

Die Folgemodule sind bereits in Arbeit. So ist die Erstellung des Notzeitfütterungskonzeptes bereits abgeschlossen. Die Bearbeiterin Frau Dr. Miller verfasst gegenwärtig die Textform des Konzeptes, die auf dieser Seite eingestellt wird, sobald sie vorliegt. Dank der umfangreichen Spenden unserer Unterstützer ist es zudem möglich, das Forschungsprojekt fortzuführen. Derzeit wird ein entsprechender Werksvertrag vergeben.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Spender, die mit ihren Zuwendungen die Weiterführung des Forschungsprojektes möglich gemacht haben! 

Liebe Mitstreiter und Naturfreunde!

Auf Grund mehrfacher Nachfragen möchten wir hier ein kurzes Update zum Forschungsprojekt Rotwild im Erzgebirge geben:

Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass der SBS als Verwalter der sächsischen Jagdabgabemittel versucht, erheblichen Einfluss auf die Untersuchungsziele und die Ergebnisse des von der Hegegemeinschaft Erzgebirge in Zusammenarbeit mit der Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft der TU Dresden  initiierten Forschungsprojekts zu nehmen. Dies ist zum einen der Grund dafür, dass die Projektergebnisse aus 2017 noch immer nicht veröffentlicht werden konnten. Zum anderen haben wir daraus die Lehre gezogen, dass wir auf eine Projektfinanzierung aus Jagdabgabemitteln verzichten müssen. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Projekt unbeeinflusst durchgeführt wird und zu objektiven Ergebnissen gelangt.

In 2018 wurden im Winter umfangreiche Fährtenzählungen durchgeführt, deren Auswertung interessante Resultate erbrachte. Die Ergebnisse wurden in der letzten Hegegemeinschaftsversammlung vorgestellt und fließen ebenso wie die in 2017 erhobenen Daten in ein Notzeit- und Fütterungskonzept ein, dass gegenwärtig als Ausfluss des Rotwildforschungsprojektes auf Wunsch der Hegegemeinschaftsmitglieder erarbeitet wird. Vor diesem Hintergrund möchten wir die Gelegenheit nutzen, um uns ganz herzlich beim „Bündnis für Wald und Wild e. V.“ zu bedanken. Das Bündnis für Wald und Wild hat in 2019 die Finanzierung des Forschungsprojekts sicher gestellt und auch für 2020 seine Unterstützung zugesagt. Für 2020 ist es der TU Dresden zudem gelungen, externe Wissenschaftler für das Forschungsprojekt zu gewinnen. Um wen es sich dabei konkret handelt, soll aus naheliegenden Gründen noch nicht bekanntgegeben werden.

Um das Forschungsprojekt auch in Zukunft vorantreiben zu können, ohne aus den genannten Motiven auf Mittel der Jagdabgabe zurückzugreifen, hat die TU Dresden ein Spendenkonto eingerichtet:

Kontoinhaber: Technische Universität Dresden                                                      IBAN: DE52 8504 0000 0800 4004 00                                                                        BIC: COBADEFF850                                                                                                                 Verwendungszweck: F-002762-539-000-1170821 Spende Rotwildprojekt HG Erzgebirge

Wer das Forschungsprojekt unterstützen möchte, kann das auf diese Weise tun. Selbstverständlich stellt die TU über eingegangene Spenden eine Quittung aus.

Über den Fortgang des Forschungsprojekts werden wir künftig hier informieren.

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Ein wichtiger Schritt ist getan! Soeben erreichte uns die Nachricht, dass die Fördermittel für unser mit der TU Tharandt initiiertes Forschungsprojekt zumindest für 2017 bewilligt wurden. Auch wenn der bewilligte Betrag um ein Drittel niedriger als beantragt ausfällt, so ist es dennoch ein Anfang! Danke, an alle Beteiligten, wobei wir hier die Behördenvertreter ausdrücklich einschließen!

Erster Projekt- Workshop am 10.06.2017 in Scheibenberg

Erstellung-eines-integrierten-Wildtiermanagementkonzeptes

Kurzfassung-Projektinhalte